Mit Wundschmerzen sind die Schmerzen gemeint, die durch eine Verletzung, eine Operation oder während des Heilungsprozesses auftreten. Wundschmerzen können ausstrahlen, akut oder chronisch verlaufen. Zudem gibt es eine Sonderform, die als Phantomschmerzen bezeichnet wird.

WundschmerzenWas sind Wundschmerzen?

Wundschmerzen können in Folge einer Verletzung oder einer Operation auftreten. Als Wundschmerzen werden auch die Schmerzen bezeichnet, die während oder nach der Heilung spürbar sind.

Die Schmerzen können nur den eigentlichen Wundbereich betreffen. Es ist jedoch auch möglich, dass die Schmerzen ausstrahlen.

Akute Wundschmerzen sind kurzfristig spürbar, zum Beispiel wenn man sich im Wundbereich gestoßen hat oder Pflaster oder Verband wechseln muss.

Wundschmerzen werden als brennend oder stechend empfunden. Je größer die Wunde, desto stärker sind in der Regel die Schmerzen.

Die Schmerzverarbeitung sowie das Schmerzempfinden sind individuell unterschiedlich. Die Intensität des Wundschmerzes hängt somit auch mit diesen beiden Faktoren zusammen.

Wundheilung PhasenUrsachen

Die Ursache für Wundschmerzen ist immer eine Verletzung des Gewebes. Je nachdem wie schwer die Verletzung ist, können starke Blutungen auftreten.

Bei einer Gewebeverletzung werden am betroffenen Bereich Stoffe gebildet, die Schmerzen auslösen. Diese schmerzauslösenden Stoffe sorgen für eine Aktivierung der Nervenzellen, die sich in dem verletzten Gewebe befinden. Über die Nervenbahnen werden Impulse an das Gehirn geleitet. Dort werden die Schmerzen verarbeitet.

Wundschmerzen werden durch verschiedene Ereignisse ausgelöst, zum Beispiel durch Verletzungen wie Stürze, Unfälle, Schnitte, Stiche, Bisse oder Quetschungen. Auch Verbrennungen oder Erfrierungen ziehen Wundschmerzen nach sich.

Phantomschmerzen sind eine Sonderform der Wundschmerzen. Diese Schmerzen treten nach einer Amputation auf.

Nach einer Operation oder Zahnbehandlung kann es ebenfalls zu Wundschmerzen kommen.

Wundschmerzen nach OP

Durch einen operativen Eingriff kann es zur Traumatisierung des Gewebes im Operationsbereich kommen. Diese und andere Schmerzen, die nach einem chirurgischen Eingriff auftreten können, werden als postoperative Schmerzen bezeichnet.

Wundschmerzen nach Zahnbehandlung

Manchmal können nach einer zahnärztlichen Behandlung Wundschmerzen auftreten. Wurde der zu behandelnde Bereich mit einem Anästhetikum betäubt, können nach Abklingen des Betäubungsmittels Schmerzen an der Einstichstelle auftreten. Das Anästhetikum wird mittels Spritze verabreicht, sodass an dieser Stelle kurzfristige Wundschmerzen entstehen können.

Nach einer Wurzelbehandlung kann es ebenfalls zu Wundschmerzen kommen. Durch die Behandlung kann das Nervengewebe des Zahnfleischs gereizt werden. Diese Schmerzen sollten nach wenigen Tagen abklingen. Ein erneuter Zahnarztbesuch ist anzuraten, wenn die Schmerzen stärker werden oder länger als sieben Tage anhalten.

Nach einer Zahnextraktion können Wundschmerzen empfunden werden. In der Regel halten diese Schmerzen höchstens zwei bis vier Tage an. Bleiben die Schmerzen länger bestehen oder werden stärker, sollte unbedingt eine Untersuchung vom Zahnarzt erfolgen. Länger anhaltende Wundschmerzen nach einer Zahnextraktion können mitunter durch eine gestörte Wundheilung oder eine trockene Knochenentzündung ausgelöst werden.

Wann müssen Wundschmerzen ärztlich behandelt werden?

Nach kleineren Unfällen, Prellungen oder Verletzungen ist normalerweise keine Behandlung durch einen Arzt notwendig. Die Wundschmerzen halten in der Regel nur wenige Tage an. Bleiben die Schmerzen länger bestehen oder nehmen sie an Intensität zu, muss medizinisch abgeklärt werden, welche Behandlungsmaßnahmen erforderlich sind.

Treten die Wundschmerzen durch eine Störung des Heilungsprozesses oder durch eine Entzündung der Wunde auf, müssen diese von einem Arzt untersucht und behandelt werden.

Wundschmerzen, die durch eine schwere Verletzung auftreten, müssen immer ärztlich behandelt werden. Dasselbe gilt für postoperative Schmerzen. Der Arzt kontrolliert unter anderem, ob der Heilungsprozess gestört ist, eine Infektion entstanden ist oder ob die Wundschmerzen durch wucherndes Narbengewebe entstehen.

Schränken die Wundschmerzen den Alltag ein oder werden sie als sehr stark empfunden, sollte ebenfalls ein Arzt konsultiert werden.

Mit Kindern sollte immer zum Arzt gegangen werden, wenn sich diese verletzen und über Schmerzen klagen.

Behandlung

Bei der Wundbehandlung geht es in erster Linie um die Vermeidung einer Infektion. Eine Entzündung kann zum einen Wundschmerzen verstärken und zum anderen den Heilungsprozess stören. Die Behandlung einer Wunde ist somit sehr wichtig, damit keine Krankheitserreger oder anderes in die Wunde gelangen können.

Bei Schnittverletzungen werden die Wundränder entweder mittels Pflaster oder Verband zusammengebracht oder die Wunde muss genäht werden.

Akute Wundschmerzen

Akute Wundschmerzen ohne Komplikationen lassen sich durch Schmerzmittel lindern.

Ebenso kann eine kühle Auflage die Schmerzen lindern. Bei leichten Wundschmerzen helfen zudem pflanzliche Mittel wie Arnika oder Teufelskralle. Auch CBD Öl hilft gegen Wundschmerzen.

Wundschmerzen durch Sportverletzungen

Wundschmerzen durch eine Sportverletzung können mit Ingwer oder Weihrauch gemildert werden, indem sie für eine warme Auflage verwendet werden.

Wundschmerzen durch Komplikationen während der Heilung

Kommt es zu Komplikationen wie Entzündung oder Blutvergiftung, muss eventuell mit Antibiotika oder Tetanusinjektionen behandelt werden.

Chronische Wundschmerzen

Bei chronischen Wundschmerzen ist die Wunde bereits verheilt, doch die Schmerzen bleiben bestehen. Eine Sonderform der chronischen Wundschmerzen sind die Phantomschmerzen, die nach einer Amputation auftreten können. In diesen Fällen ist zu einer Schmerztherapie zu raten.

Wundschmerzen nach Zahnbehandlung

Bei akuten Wundschmerzen nach einer Zahnbehandlung können Ibuprofen oder Paracetamol für eine Linderung sorgen. Damit sich die Schmerzen nicht ins Schmerzgedächtnis einprägen, ist es sogar empfehlenswert direkt nach Auftreten von Schmerzen ein entsprechendes Schmerzmittel einzunehmen.

Eine kühlende Auflage von außen hilft, wenn zu den Wundschmerzen Schwellungen auftreten.

Hinweis: Kälte kann zu stärkeren Zahnschmerzen führen, wenn der Zahnnerv gereizt ist. Wurde zum Beispiel eine Füllung zu tiefsitzend angelegt, kann sie den Nerv reizen, sodass eine kühlende Auflage die Schmerzen verstärkt.

Je nachdem welche zahnärztliche Behandlung durchgeführt wurde, muss Antibiotika eingenommen werden, um das Risiko für Infektionen zu senken.

Bleiben die Wundschmerzen länger bestehen oder nehmen sie an Intensität zu, sollte umgehend ein Zahnarzt konsultiert werden.

Postoperative Wundschmerzen

Bei leichten Wundschmerzen nach einer Operation wird ein Schmerzmittel wie Novalgin, Ibuprofen oder Paracetamol verabreicht.

Sogenannte Opioide kommen zum Einsatz, wenn der Patient starke Wundschmerzen hat.

Die Schmerzmittel nach einer Operation werden entweder oral eingenommen oder intravenös verabreicht.

Bei der intravenösen Verabreichung stellt sich die Wirkung der Schmerzmittel schneller ein. Deshalb werden die Schmerzmittel nach einem größeren chirurgischen Eingriff meistens über die Vene gegeben.

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