Fast jeder Mensch hat im Laufe seines  Lebens einmal mit Augenschmerzen zu tun. Dabei schmerzt entweder das Auge selbst oder der umliegende Bereich. In den meisten Fällen klingen die Schmerzen von selbst wieder ab. Sollten die Augenschmerzen jedoch stark sein, plötzlich oder immer wieder auftreten, sollte ein Arztbesuch erfolgen.

AugenschmerzenUrsachen

Es gibt viele Ursachen für Augenschmerzen, beispielsweise eine Hornhautverletzung, Infektionen oder Entzündungen. Zu den häufigsten Ursachen gehören:

  • Fremdkörper im Auge
  • Verätzung
  • Konjunktivitis (Bindehautentzündung)
  • Heuschnupfen oder andere Allergien
  • Keratitis (Hornhautentzündung)
  • bakterielle Infektion
  • Nasennebenhöhlenentzündung
  • zu trockene Augen
  • Gesichtsneuralgie
  • Sehnerventzündung
  • Regenbogenhaut (Erkrankung der Iris)

Ebenso können Augenschmerzen bei einem akuten Glaukomanfall, bei Cluster-Kopfschmerzen sowie bei einem Migräneanfall auftreten. Betroffene von multipler Sklerose leiden auch oftmals unter Augenschmerzen.

Eine weitere Ursache ist eine Verblitzung. Dies passiert, wenn bei Schweißarbeiten keine Schutzbrille getragen wurde oder die Augen in Schneegebieten nicht mit einer Sonnenbrille geschützt wurden. Dann erleidet die Hornhaut sozusagen einen Sonnenbrand.

Andere möglichen Auslöser für Augenschmerzen:

  • Augenschmerzen treten häufig bei wetterfühligen Menschen auf, wenn beispielsweise Temperaturschwankungen, Föhn oder schwüles Wetter vorherrschen.
  • Die Augen können aber auch übermüdet sein. Zum Beispiel sind die Augen bei einem Sehfehler permanent überanstrengt. Ebenso kommt es zur Überanstrengung der Augen, wenn eine falsche Brille getragen wird.
  • Bei intensiver Arbeit am Bildschirm sowie durch Klimaanlagen und durch eine trockene Raumluft können die Augen gereizt sein, sodass sie schmerzen.
  • Zudem können Kontaktlinsen Augenschmerzen verursachen. Bei einigen Typen von Kontaktlinsen kommt es zur punktuellen Austrocknung der Hornhautoberfläche und dadurch kann sich ein Hornhautdefekt entwickeln. Wenn diese Schwachstelle mit Bakterien infiziert wird, kann daraus eine Keratitis oder ein Ring-Ulkus (eitriges Geschwür) entstehen. Letzteres wäre ein Notfall. Auch eine Akanthamöbenkeratitis kann sich entwickeln, wenn die Linsenpflege vernachlässigt wurde. In dem Fall würden starke Schmerzen auftreten und die Augen wären gerötet.
  • Treten Begleiterscheinungen wie unscharfes Sehen und enge Pupillen auf, könnte ein Akkommodationskrampf die Ursache für die Augenschmerzen sein. Dabei verkrampft der Akkomodationsmuskel, wenn dieser permanent angespannt ist (z.B. durch stundenlanges Lesen oder Nähen). Dieser Muskel – auch Ziliarmuskel genannt – kann ebenfalls bei grünem Star, bei einer Infektionserkrankung, durch seelische Belastung, nach einer Augenverletzung und bei einer überkorrigierten Kurzsichtigkeit permanent verspannt sein.
  • Augenschmerzen können auch durch Liderkrankungen entstehen, beispielsweise durch Entropium (Lid ist nach innen gewendet), Blepharitis (Entzündung des Lidrandes) oder Zoster ophtalmicus (Gesichtsrose).

Ursachen für Augenschmerzen in der Augenhöhle

Bei Augenhöhlenerkrankungen können ebenfalls Augenschmerzen auftreten. Die häufigsten Erkrankungen der Augenhöhlen sind:

  • Entzündungen des Sehnervs (Papillitis, Retrobulbärneuritis oder Optikusneuritis).
  • Okuläre Myositis (Entzündung des Muskels am Auge)
  • Endokrine Opthalmopathie (Pseudotumore der Augenhöhlen)
  • Tolosa-Hunt-Syndrom
  • Orbitaphlegmone (Vereiterung der Augenhöhle)
  • Tumore

Diagnose

Zu Beginn wird eine ausführliche Anamnese durchgeführt. Der Arzt möchte unter anderem wissen:

  • wie oft die Augenschmerzen auftreten
  • seit wann die Schmerzen bestehen
  • ob die Augenschmerzen immer zu bestimmten Zeitpunkten auftreten
  • wie stark die Schmerzen sind und ob die Intensität variiert oder gleich bleibt
  • ob der Patient Medikamente einnehmen muss
  • ob der Betroffenen unter Allergien leidet

Häufig werden Augenschmerzen von weiteren Beschwerden begleitet, beispielsweise:

  • Kopfschmerzen
  • Juckreiz
  • Die Augen tränen oder sind gerötet
  • Fremdkörpergefühl
  • Schwindel
  • Übelkeit
  • Kieferschmerzen
  • Druckempfindlichkeit
  • Sehstörungen

Falls eine oder mehrere Begleitsymptome vorhanden sind, sollten sie dem Arzt genannt werden.

Anschließend werden die Augen und der umliegende Bereich untersucht. Außerdem können eine Augendruckmessung, eine neurologische Untersuchung, ein Allergietest oder andere Untersuchungen notwendig werden.

Behandlung

Die Behandlung richtet sich nach der Ursache. Zum Beispiel:

  • Bei einer Verblitzung wird eine antibiotikahaltige Augensalbe verschrieben, mit der die Augen mehrmals täglich behandelt werden müssen. Zur Linderung der Augenschmerzen sollte der Betroffene für einen Lichtschutz für die Augen sorgen und die Augen möglichst ruhig halten.
  • Ist die Ursache ein Fremdkörper, kann dieser direkt entfernt werden. Dafür erfolgt zunächst eine örtliche Betäubung der Augen mit speziellen Augentropfen. Mit einem entsprechenden Instrument kann der Augenarzt den Fremdkörper beseitigen.
  • Liegt die Ursache in einer viralen Entzündung, können kortisonhaltige Augentropfen verordnet werden, die abschwellend wirken. Ansonsten gibt es meistens keine ursächliche Behandlung, außer bei einer Infektion mit Herpesviren. In dem Fall wird die Vermehrung der Viren mit Virustatika gestoppt.
  • Ist eine bakterielle Bindehautentzündung Auslöser für die Augenschmerzen, werden antibiotische Augentropfen verschrieben.
  • Ist die Hornhaut oberflächlich verletzt, heilt diese Verletzung meistens innerhalb von einigen Tagen von selbst ab. Zur Linderung der Augenschmerzen können kühle Kompressen und eine entsprechende Augensalbe helfen. Die Hornhaut ist mehrschichtig. Sollte sie Verletzung der oberen Schicht nicht von selbst abheilen, kann diese Schicht vom Augenarzt abgetragen werden.

Liegt die Ursache in einer Erkrankung, sodass die Augenschmerzen ein Begleitsymptom der Krankheit darstellen, wird der Fokus der Behandlung auf die Grunderkrankung gelegt.

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