Der aus Neuseeland stammende Manuka Honig wird aufgrund seiner vielen positiven Wirkungen stetig beliebter. In seinem Heimatland wird Manuka Honig bereits seit vielen Jahrhunderten in der Heilkunde verwendet. Mittlerweile gibt es auch einige wissenschaftlichen Studien, wodurch die Wirkungen des Honigs erforscht wurden.

Manuka HonigManuka Honig und die Südseemyrte

Die besonderen Heilwirkungen des Manuka Honigs hängen mit dem Myrtengewächs Leptospermum scoparium zusammen. Die Bienen sammeln den Nektar dieser Pflanze, deren Blätter bereits die Ureinwohner Neuseelands zu Heilzwecken verwendet haben.

Die Südseemyrte

Diese Pflanze wird als Südseemyrte, Neuseelandmyrte oder Manuka bezeichnet. Sie wächst in den Bergen und im Tiefland Neuseelands sowie im Südosten Australiens. Die Wuchsform ist baum- oder strauchartig. Die Südseemyrte wird zwischen sechs und acht Meter hoch. Es ist eine sehr robuste und anspruchslose Pflanze, die mit unterschiedlichen Lebensräumen zurechtkommt.  Allerdings gedeiht sie nur in Neuseeland und Australien. Versuche, den Manuka-Baum anderorts anzubauen, sind alle gescheitert.

Die jungen Blätter und die Zweige sind silbrig behaart. Die Borke löst sich bei älteren Pflanzen in langen Streifen vom Stamm. Die Blüten haben eine weiße, rosa oder rötliche Farbe. Wie man herausfand hängt die Blütenfarbe vom Bodenzustand ab. Manuka hat eine lange Blütezeit, sodass die Pflanze mehrere Monate blüht. Von dieser Blütenpracht fühlen sich die Bienen angezogen.

Die Maori (Ureinwohner Neuseelands) nutzten die Blätter, die Rinde und andere Bestandteile der Südseemyrte, um verschiedene gesundheitliche Beschwerden zu behandeln. Meistens wurde ein Sud aus den pflanzlichen Bestandteilen zubereitet, der unter anderem bei Blasenbeschwerden, Magen-Darm-Erkrankungen, Hautproblemen, Erkältungen und Wunden genutzt wurde.

Südseemyrte enthält unter anderem Manukaöl und ätherische Öle. Auf diesen Inhaltsstoffen gehen die Wirkungen der Pflanze und des Manuka Honigs zurück.

SüdseemyrteInhaltsstoffe

In jedem Naturhonig ist Methylglyoxal (MGO) enthalten. Dieser Stoff wirkt antibakteriell. MGO befindet sich im Nektar und in den Blättern des Manuka-Baumes, allerdings in eher geringer Menge. Die Bienen sorgen dafür, dass der Honig einen hohen MGO-Gehalt bekommt: Während der Reifezeit des Honigs in den Waben entwickelt sich mehr Methylglyoxal.

  • Ein Kilogramm eines anderen Naturhonigs enthält rund 20 Milligramm MOG
  • Ein Kilogramm Manuka-Honig enthält bis 800 Milligramm MGO

Die Wirkung von MGO ist mit Antibiotika vergleichbar. Wie Studien bewiesen wirkt Manuka sogar gegen Straphylococcus aureus – einem gefürchteten Krankenhauskeim. Wie Tests zeigten bilden die Erreger auch nach langer Anwendungszeit von Manuka Honig keine Resistenz gegen Methylglyoxal.

Die antiseptische Wirkung von Manuka Honig entsteht ebenfalls durch die Bienen, denn sie fügen Glucose-Oxydase hinzu. Durch dieses Enzym bildet sich Wasserstoffperoxid und das wirkt antiseptisch.

Weitere bisher bekannte Inhaltsstoffe

  • Zuckergemisch aus verschiedenen Zuckerarten
  • Säuren (Milchsäure, Bernsteinsäure, Gluconsäure, Zitronensäure, Apfelsäure, Buttersäure, Salzsäure, Phenolcarbonsäure und Phosphorsäure)
  • Die B-Vitamine B1, B2, B3 sowie weitere Vitamine
  • Biotin
  • Nikotinsäureamid
  • Mineralstoffe Kalium, Kalzium, Magnesium und andere
  • Flavonoide
  • und weitere Stoffe

Wirkungen und Anwendungsmöglichkeiten

Manuka Honig wirkt antibakteriell und antiseptisch. Zudem stärkt er das Immunsystem. Eine positive Wirkung zeigt er bei Magen-Darm-Beschwerden und bei Entzündungen im Rachen- und Mundbereich. Manuka Honig kann innerlich und äußerlich angewendet werden:

Innerliche Anwendung von Manuka Honig

  • Zur Stärkung des Immunsystems
  • Bei Magen- und Darmbeschwerden
  • Bei Schlafproblemen
  • Bei Erkältungen

Äußerliche Anwendung von Manuka Honik

  • Neurodermitis
  • Ekzeme
  • Akne
  • Hautpilz
  • Psoriasis
  • Herpes
  • Entzündungen im Mund- und Rachenbereich
  • Halsschmerzen
  • Kleine Verletzungen
  • Kleine Wunden
  • Parodontitis

Manuka Honig zur Stärkung des Immunsystems

Manuka Honig sorgt für ein stärkeres Immunsystem. Durch die antibakterielle Wirkung verringert sich zudem die Anfälligkeit für Krankheiten.

Damit sich das Immunsystem stärken kann, sollte der Manuka Honig regelmäßig verzehrt werden. Er lässt sich wie ein Brotaufstrich verwenden oder in ein warmes Getränk einrühren. Am besten fängt man damit bereits vor der Winterzeit an, um sich gegen Erkältungswellen zu wappnen.

Manuka Honig für den Magen-Darmbereich

Manuka Honig wirkt auf den Magen-Darmtrakt beruhigend, sodass sich mit diesem natürlichen Mittel Magenkrämpfe, Blähungen oder Übelkeit lindern lassen. Auch bei Magen-Darmproblemen, die durch Stress ausgelöst werden, kann Manuka Honig zur Linderung beitragen.

Bei Magen-Darmbeschwerden empfiehlt sich die Einnahme eines Teelöffels Honig vor dem Essen.

Manuka Honig bei Entzündungen und Erkältungen

Blasenentzündungen oder andere Entzündungen können mit Manuka Honig gut behandelt werden: Es werden zwei Teelöffel Honig in zwei Liter Grünen Tee eingerührt. Dieses Getränk trinkt man über den Tag verteilt.

Die Erreger werden durch das Trinken aus dem Körper geschwemmt und der Manuka Honig sorgt für eine Stärkung des Immunsystems. In der Regel klingen Entzündungen mit Hilfe des Honigs nach wenigen Tagen ab. Eine Besserung ist meistens bereits am zweiten Tag spürbar.

Erkältungssymptome wie Halsschmerzen, Husten oder Schnupfen lassen sich lindern, wenn man sofort mit Manuka Honig dagegen angeht. Zeigen sich also erste Symptome, sollte ein Teelöffel Honig eingenommen werden. Damit der Manuka Honig schnell und wirksam gegen Bakterien vorgehen kann, sollte der Honig kurze Zeit im Mund gehalten werden, bevor er geschluckt wird. Der Honig kann auch in ein warmes Getränk eingerührt werden.

Manuka Honig bei Akne

Akne kommt nicht nur in der Pubertät vor, sondern kann auch im Erwachsenenalter ausbrechen. Der Grund ist stets eine Überproduktion von Talg, die durch verschiedene Ursachen ausgelöst werden kann.

In vielen Fällen hilft Manuka Honig sehr gut. Auf die betroffenen Stellen trägt  man den Honig auf und lässt ihn mehrere Stunden einwirken. Deshalb bietet es sich an, den Manuka Honig abends vor dem Schlafengehen aufzutragen. Für die Behandlung von Akne reicht ein Manuka Honig mit einem MGO Wert von 100+ aus.

Manuka Honig bei Neurodermitis

Neurodermitis ist eine Hauterkrankung, die mit starkem Juckreiz verbunden ist. Der Juckreiz lässt sich mit der äußerlichen Anwendung von Manuka Honig lindern. Oft besteht ein Spannungsgefühl der Haut, das sich ebenfalls mit dem Honig verbessern lässt: Manuka Honig wirkt feuchtigkeitsspendend.

Manuka Honig als Zahnpflegemittel

Man sollte davon ausgehen, dass Honig aufgrund des Zuckergehalts schlecht für die Zähne ist. Im Mundraum befinden sich jedoch zahlreiche Bakterien, wobei die meisten harmlos sind. Sie können jedoch die Mundflora schädigen und die Infektionskrankheit namens Parodontitis verursachen.

Um die Bakterien im Zaum zu halten, nutzen mittlerweile viele Hersteller von Mundspülungen oder Zahnpasten Manuka Honig als Zusatz. Die antibakterielle Eigenschaft stoppt entzündliche Prozesse und hemmt die Bakterien am Wachstum.

Zur Vorbeugung können mit dem Honig auch Mundspülungen durchgeführt werden. Dazu wird der Manuka Honig mit etwas Wasser verdünnt. Mit dieser Lösung spült man den Mundraum gründlich aus. Bei Zahnfleischentzündungen kann der Honig auf die betroffene Stelle aufgetragen werden.

Manuka Honig zur Hautpflege

Eine gesunde Haut ist weder zu fettig noch zu trocken. Manuka Honig gibt der Haut die notwendige Feuchtigkeit und lässt sie weich und glatt werden. Der Honig wirkt somit gegen kleine Fältchen. Durch die antibakterielle Wirkung hilft Manuka Honig auch bei Hautproblemen wie Akne, Ekzeme oder Neurodermitis.

Mit Manuka Honig kann eine Gesichtsmaske hergestellt werden: Man nimmt etwas Quark und rührt einen Teelöffel Honig unter. Diese Maske sollte mindestens fünfzehn Minuten auf der Haut einwirken, bevor sie mit lauwarmen Wasser abgewaschen wird.

Studien zur Wirkung von Manuka Honig

Die Wissenschaft erforscht erst seit relativ kurzer Zeit die Wirkungsbreite von Manuka Honig. Mittlerweile konnten einige Wirkungen durch Studien nachgewiesen werden.

  • In der Schweiz wurde in einer Klinik für präventive Zahnmedizin Manuka Honig untersucht. Die Studienergebnisse zeigten, dass der Honig die Bakterien actinomycetemcomitans, S. mutans und P. gingivalis daran hindern, weiter zu wachsen. Diese Bakterien verursachen Karies und Zahnfleischentzündungen.
  • In einer neuseeländischen Studie wurde die entzündungshemmende Eigenschaft von Manuka Honig untersucht. Diese Wirkung wurde an Mäusen getestet, wobei sich herausstellte, dass Manuka Honig hochgradig entzündungshemmend wirkt. Es werden weitere Untersuchungen folgen, weil aufgrund dieser Studienergebnisse davon ausgegangen wird, Manuka Honig zukünftig medizinisch einsetzen zu können.
  • Eine andere Studie fand heraus, dass Influenza Viren mittels Manuka Honig ausgebremst werden können. Bei der Untersuchung wurden verschiedene Honigarten getestet. Die Viren ließen sich mit Manuka Honig wesentlich besser unter Kontrolle bringen, als mit anderen Honigarten.
  • Die Universität Bonn setzt seit Jahren Manuka Honig zur Behandlung von Wunden ein. Die medizinischen Produkte basieren auf Manuka Honig. Anhand der Erfahrungen zeigte sich, dass sich manche Wunden wesentlich effektiver mit Manuka Honig behandeln lassen als mit Antibiotika.
  • Eine andere Gruppe von Forschern beschäftigte sich mit der Wirkung von Manuka auf E.-coli-Biofilme. Mit Biofilmen bezeichnet man Bakterien-Schichten, die in Krankenhäusern Probleme verursachen. Die Bakterien setzten sich beispielsweise an Kathetern fest. Dadurch können sie bei Patienten Infektionen auslösen. Wie die Forschungsergebnisse zeigten, kann Manuka Honig erfolgreich gegen Biofilme eingesetzt werden: Wurden die Katheter mit einer wässrigen Lösung von Manuka Honig behandelt, blieben 70 Prozent der E.-coli-Biofilme nicht mehr haften.

Es gibt noch viele weitere Studien zu den Wirkungen von Manuka Honig. Auf der Seite von US National Library of Medicine/ National Institutes of Health findet man eine Übersicht vieler Manuka Studien.

Manuka Honig kaufen – Worauf ist zu achten?

Die steigende Nachfrage nach Manuka Honig führt dazu, dass nicht nur echter Manuka Honig auf dem Markt ist. Steht ein Bienenvolk in der Nähe von Südseemyrten, darf der Honig als Manuka Honig verkauft werden. Dabei sind manchmal die Anteile an Manuka kaum nachzuweisen. Zudem füttern einige Imker in Neuseeland Zucker zu. Der Grund: Durch die steigende Nachfrage nach Manuka Honig gibt es zwar immer mehr Bienenvölker, aber für die Bienen nicht genügend Neuseelandmyrten.

Derzeit liegt die jährliche Produktion von neuseeländischen Imkern bei 1.700 Tonnen (Stand: 2018). Im Vertrieb sind jedoch etwa 10.000 Tonnen Manuka Honig. Somit ist nur etwa jeder fünfte Honig echter Manuka Honig.

Zurzeit erkennt man echten Manuka Honig lediglich an einem Prüfsiegel, der den MGO (Methylglyoxal Gehalt) angibt. Teilweise wird dieser Gehalt auch mit UMF angegeben. Der UMF Wert sowie auch de MGO Wert werden mit einer Zahl angegeben: Je höher die antibakterielle Wirkung des Manuka Honigs, desto größer die Zahl des UMF-/ MGO-Wertes. Soll der Honig lediglich als Brotaufstrich dienen, muss der MGO Wert nicht hoch sein. Ein hoher MGO Wert ist dann sinnvoll, wenn damit gesundheitliche Beschwerden gelindert oder das Immunsystem gestärkt werden sollen.

Beim Kauf von Manuka Honig sollte demnach auf diese Angabe geachtet werden. Der Gehalt wird mittels Laboranalyse ermittelt.

  • MGO 1200 entspricht UMF 25+
  • MGO 829 entspricht UMF 20+
  • MGO 514 entspricht UMF 15+
  • MGO 263 entspricht UMF 10+
  • MGO 83 entspricht UMF 5+

In echtem Manuka Honig müssen sich mindestens siebzig Prozent Pollen der Neuseelandmyrte  nachweisen lassen. Erst dann darf sich das Produkt Manuka Honig nennen. Nun ist es für den Verbraucher nicht möglich, dies zu überprüfen. Den Nachweis könnte nur ein Labor erbringen.

Doch selbst mittels Laboranalyse ist es mehr als schwierig, Manukapollen von Kanukapollen zu unterscheiden: Der Kanukastrauch ähnelt der Neuseelandmyrte und die Bienen nutzen beide Pflanzen, um den Nektar zu sammeln.

Echter Manuka Honig aus Neuseeland wird mit englischen Etikettierungen geliefert. Bei deutschen Etikettierungen erkennt man die Echtheit am CE-Zeichen. Eine gute Übersicht der besten Produkte liefert Manuka-Honig.net.

Unsere Empfehlung

Watson & Son Manuka-Honig
  • Hoher MGO-Gehalt
  • Frei von Zusatzstoffen
  • Frischer Direktimport
  • Zertifiziert nach dem MOLAN GOLD STANDARD
Natrea Manuka Honig
  • MGO 400+ zertifiziert
  • optimaler Schutz des Honigs durch Violettglas
  • Direktimport aus Neuseeland, Abfüllung in Deutschland
  • keine Konservierungs- noch sonstige Zusatzstoffe

Welcher MGO Wert für welche Anwendung?

Je nachdem welche Beschwerden mit Manuka Honig behandelt werden sollen, muss der MGO Wert im niedrigeren oder höheren Bereich liegen. Eine Übersicht soll dabei helfen, den passenden Honig für verschiedene Anwendungsbereiche zu kaufen:

  • MGO 100+
    Akne, Gelenkbeschwerden, Herpes, zur Stärkung des Immunsystems, Neurodermitis, Pilzerkrankungen, Schuppenflechte, Behandlung kleiner Wunden
  • MGO 250+
    Apthen, Atemwegserkrankungen, Bronchitis, Halsschmerzen, Mandelentzündung, Rachenentzündung, Zahnfleischentzündung
  • MGO 400+
    Blasenentzündung, Darmbeschwerden, Magenbeschwerden, Nasennebenhöhlenentzündung, Prostataentzündungen

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